Internationale Germanistenverzeichnisse im Internet
Der Deutsche Akademische Austauschdienst gibt seit etwa 30 Jahren Germanistenverzeichnisse für zahlreiche Länder in Printform heraus. Bisher sind Germanistenverzeichnisse für etwa 30 Länder erschienen und je nach Stand der Germanistik in den jeweiligen Ländern auch schon mehrfach neu aufgelegt worden. Im Jahr 1998 hat der Deutsche Germanistenverband begonnen, ein Online-Verzeichnis der deutschen Hochschulgermanistik im Internet zu etablieren. Mit dem Kooperationsprojekt des DAAD und des DGV werden die Ressourcen beider Projekte und Organisationen gebündelt. Mittlerweile hat die Online-Datenbank die Germanistenverzeichnisse in Buchform ersetzt, die der DAAD in Kooperation mit dem Deutschen Germanistenverband anbietet.
Das Germanistenverzeichnis im Internet ist inzwischen zu einer bedeutenden Informationsquelle für die germanistische Forschungslandschaft mit weltweiter Wahrnehmung geworden. Derzeit informieren in dieser Datenbank mehr als 4.800 Fachkollegen aus über 50 Ländern über ihre Forschungsgebiete; über 500 Suchanfragen pro Tag demonstrieren, wie rege diese Informationsquelle genutzt wird.
Die Datenbank erlaubt eine schnelle und bequeme Suche etwa nach Personen, Universitäten, Forschungsgebieten und Publikationen. Nicht nur die zahlreichen Suchoptionen, sondern auch die Informationsvielfalt übersteigen die Möglichkeiten der Buchform erheblich. Jeder Hochschullehrer kann zudem seinen Eintrag jederzeit auf den neuesten Stand bringen. So kann man Literaturlisten aktualisieren oder bei einem Ortswechsel ein neues Institut eintragen. Bei der Suche sind etwa und bzw. oder Verknüpfungen mehrerer Suchbegriffe möglich, und es können sowohl nationale wie auch mehrere internationale Verzeichnisse durchsucht werden. Ergänzt wird die Suchmaschine durch einen Katalog, der menügesteuert zu den Daten führt.
Voraussetzungen für die Aufnahme in das Germanistenverzeichnis sind:
- Abgeschlossenes Hochschulstudium und hauptamtliche Tätigkeit an einer
Forschungseinrichtung, z.B. an einer Universität
- Einbindung in Lehre und Forschung, z.B. nachgewiesen durch regelmäßiges Publizieren
Verschiedene Vorteile sind bei dem Online-Projekt gegenüber
einer gedruckten Fassung nutzbar:
- Germanisten können unabhängig von ihrem Status durch
elektronische Abfragen eine Einsicht in die germanistische Forschungslandschaft
gewinnen
- Anfragen an die auf dem gesuchten Forschungsfeld ausgewiesenen
Kollegen werden erleichtert, für Forschungsarbeiten, Tagungen, Zeitschriften,
Jahrbücher oder Rezensionsorgane können gezielter und mit
breiterer Streuung Mitarbeiter gewonnen werden
- Jüngere Kollegen erhalten früher als bisher eine
Chance, in die Fachdiskussion einbezogen zu werden
- Bislang schwer zugängliche Forschungsarbeiten sind besser
einsehbar
- Auch Nachwuchswissenschaftler, die keine Dauerstelle an einem
Universitätsinstitut haben, sowie Wissenschaftler von nicht-universitären
Einrichtungen werden berücksichtigt
- Die Suchfunktionen erleichtern und erweitern die Nutzungsmöglichkeiten
(nicht zuletzt durch Links auf die Homepage).
- Die Daten können und sollen häufiger aktualisiert
werden, als das bei Verzeichnissen in Printform möglich ist.
Ein Teil der Einträge wurde aus DAAD-Verzeichnissen, die noch in Printform erschienen sind, importiert. Diese Einträge wurden noch nicht mit Blick auf die Onlinedatenbank erhoben und folgen daher soweit sie mittlerweile nicht aktualisiert worden sind nicht der inzwischen etablierten Struktur. Bei diesen Einträgen sind beispielsweise keine Standardisierten Forschungsgebiete gespeichert.
Übersicht: Länderverzeichnisse
- Afrika-Subsahara (Benin, BurkinaFaso, Cameroun, Côte d'Ivoire, Ghana, Kenya, Madagascar, Mali, Namibia, Nigeria, Senegal, South Africa, Sudan, Togo, Uganda, Zimbabwe)
- Arabische Länder und Iran (Algerien, Ägypten, Bahrain, Irak, Iran, Jemen, Jordanien, Libanon, Marokko, Saudi Arabien, Tunesien)
- Dänemark
- Deutschland
- Finnland
- Frankreich
- Großbritannien/Irland
- Indien
- Italien
- Lateinamerika (Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Nicaragua, Paraguay, Peru, Venezuela)
- Österreich/Schweiz
- Polen
- Portugal
- Schweden
- Spanien
- Südosteuropa (Kroatien, Mazedonien. In Arbeit: Bosnien-Herzogowina, Rumänien, Slowenien)
- Ukraine
- Ungarn
Zudem steht ein Sammelverzeichnis "Andere Länder" zur Verfügung.
In dieses Verzeichnis können sich weltweit alle Germanistinnen und Germanisten an Hochschulen
und Forschungsinstituten eintragen, für die noch kein eigenes Länderverzeichnis zur
Verfügung steht. Die Einträge in diesem Verzeichnis sind nicht nur über eine
eigene Suchmaschine "Andere Länder" zu erreichen, sondern auch über die "internationale"
Suchmaschine.
Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) - Deutscher
Germanistenverband (DGV)
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Letzte Aktualisierung dieser Seite am 2.1.2009
(Dimpel)
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